von Zezschwitz Kunst und Design

Sonderauktion "Die Darmstädter Künstlerkolonie"
Kapitel: Künstler H - M (Habich, Haustein, Hoetger, Huber, Kleukens, Margold, Müller)


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Patriz Huber - Armlehnstuhl, um 1901

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Auktion 75 , 19.04.2012
Katalognummer 66
Überschrift

Patriz Huber

Stuttgart 1878 - 1902 Berlin
Titel

Armlehnstuhl, um 1901

Beschreibung Ausführung: Hofmöbelfabrik Julius Glückert, Darmstadt. Nussbaum, rotbraun gebeizt, poliert, ornamental beschnitzte Lehnenabschlüsse, Sitz- und Rückenlehnenpolsterung mit gelbem Rips bezogen. H. 99 cm; B. 55,5 cm.
Zustand Fachmännisch restauriert; Polsterung u. Bezug erneuert; stellenweise neu verleimt.
Schätzpreis € 6.000,00
$ 8,500.00
   
 

  1. Patriz Huber -
  2. Patriz Huber -
  3. Patriz Huber -
  4. Patriz Huber -


Zusatz

Zwei Exemplare des Stuhlmodells bildeten einen Teil der Innenausstattung des Hauses Glückert anlässlich der Darmstädter Künstlerkolonie 1901; das Exemplar gehörte auch zur Einrichtung von Patriz Hubers Atelier im Ernst Ludwig-Haus auf der Mathildenhöhe in Darmstadt. Patriz Huber war Architekt, Innenarchitekt, Entwerfer für Möbel, Schmuck- und Silberwaren, Beleuchtungskörper, Stoffmuster, Buchschmuck und Flächendekorationen. Seine Ausbildung erhielt er an der Kunstgewerbeschule in Mainz. Mit dem Wunsch, Maler zu werden, ließ er sich 1897 in München nieder; hier begann er jedoch bald mit der Entwurfstätigkeit für Kunstgewerbe und Innenräume. Während seines Studiums an der Münchener Kunstgewerbeschule fertigte er wiederholt Entwurfszeichnungen für den Darmstädter Verleger Alexander Koch an und beteiligte sich erfolgreich an den Wettbewerben, die in Alexander Kochs Zeitschriften 'Innendekoration' und 'Deutsche Kunst und Dekoration' ausgeschrieben wurden. Von Juli 1899 bis Juli 1902 war er Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie.

Literatur

Ausst. Kat. Patriz Huber, Ein Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, Mathildenhöhe Darmstadt 1992, S. 51, Nr. XIV, Stuhl ohne Armlehnen; Deutsche Kunst und Dekoration, Darmstadt, Bd. 13, 1903-04, Abb. S. 289; Die Kunst, Bd. 4, München 1901, S. 459.