von Zezschwitz Kunst und Design

SEATS II - Ausgewählte Sitzgelegenheiten
Kapitel: Postmoderne und zeitgenössisches Design, 1980 - heute


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Rouge Ekkehard Fahr - 'S6  6-Rollen-Sitz', 1985

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Auktion 68 , 30.06.2011
Katalognummer 249
Überschrift

Rouge Ekkehard Fahr

geb. 1934 Merseburg
Titel

'S6 6-Rollen-Sitz', 1985

Beschreibung Gestell mit umlaufend sechs schrägen u. ringförmigen Streben aus rostfreiem Edelstahl INOX auf sechs Doppelrollen, Gewindeschaft, höhenverstellbarer, leicht gemuldeter Sitz mit Lochöffnung zum Tragen aus schwarz gefärbtem MDF-Holz, geölt, montiert auf ein unter dem Sitz befindliches Schwingmetallgelenk. Nr. 74 aus einer limitierten Serie von 100 Exemplaren; Ausführung 2003. Unter dem Sitz und auf dem Gestell bez., num., dat. und sign.: .S6. 74/100. 2003. rouge bzw. r. e. fahr. (graviert); originales Klebeetikett des Entwurfsbüros; Sitzverschraubung bez.: 55 (graviert). Dabei ein mit Lederriemen appliziertes, ringförmige ausgeschnittenes, königsblaues Filzkissen. H. ca. 42 - 58 cm.
Schätzpreis € 650,00
$ 920.00
Nachverkauf
   
 


Zusatz

Die zierlichen und formschönen Hockermöbel des Münchner Architekten Rouge Ekkehard Fahr wurden in den 1980er Jahren entworfen, um körperbewußtes und gesundes Sitzen mit ästhetisch ansprechendem Design zu verbinden. Konzipiert für Benutzer mit vornehmlich sitzenden Tätigkeiten ermöglichen die beweglichen Schwingmetallgelenke, je nach Modell direkt unter dem Sitz oder im Standbereich montiert, eine permanente, lockere Bewegung für die Wirbelsäule. Die leichten Hocker sind durch die dekorative Lochöffnung im Sitz bequem tragbar und zu vielfältigen Zwecken einsetzbar. Möbel nach Entwürfen des Architekten befinden sich u.a. im Museum of Modern Art, New York, in der Neuen Sammlung, Pinakothek der Moderne, München, im Münchner Stadtmuseum, im Stuhlmuseum Schloß Beverungen und Design-Stiftung Simonshof, Gleisweiler-Landau. Der Architekt Rouge Ekkehard Fahr gründete die Architektengruppe PFP in München im Jahre 1973. Er studierte 1952-59 an der Technischen Hochschule Karlsruhe bei Otto Haupt, O.E. Schweizer und machte sein Diplom bei Egon Eiermann. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Neu- und Umbau des Hauptbahnhofs München, 1980-90. 1976 Professur an der Fakultät für Architektur, Universität Stuttgart.

Literatur

Zum Designer allg. siehe: Ausst. Kat. Rouge Ekkehard Fahr, Menschen im Raum - Strukturen für Licht. Planung Fahr + Partner PFP, Architekten + Diplomingenieure, PFP-Edition 2, Architekturgalerie München 1992; Hans Wichmann, Industrial Design, Unikate, Serienerzeugnisse. Die Neue Sammlung. München 1985, S. 448, S. 496, Text.