von Zezschwitz Kunst und Design

Design - Murano Glas
Kapitel: Design


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Max Bill und Hans Gugelot - Ulmer Hocker

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Auktion 66 , 15.04.2011
Katalognummer 0
Überschrift

Max Bill und Hans Gugelot

Winterthur 1908 -1994 Berlin Makasar (Indonesien) 1920 - 1965 Ulm
Titel

Ulmer Hocker

Beschreibung Entwurf: 1954. Ausführung: Wohnbedarf Zürich, um 1992. Drei verzinkte Fichtenbretter, Rundstab sichtbar in die Seitenwangen verzapft, Standkufen aus Buche. Sign.: Bill (roter Kugelschreiber). H. 44 cm; 39 x 29,5 cm.
Schätzpreis € 350,00
$ 490.00
Nachverkauf
   
 


Zusatz

Der 'Ulmer Hocker' entstand in Zusammenarbeit mit Hans Gugelot und dem Werkstattmeister Paul Hildinger und ist ein Musterbeispiel der rationalistischen Gestaltungsweise der Hochschule für Gestaltung Ulm, die sich als Nachfolgerin des Bauhauses verstand. So konnte das Objekt nicht nur als Hocker, sondern auch als Tisch oder -zu mehreren zusammengestellt- als Regal oder Sitzbank verwendet werden. Laut freundlicher Auskunft von Frau Dr. Eva von Seckendorf, Autorin des Buches "Die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Gründung (1949-1953) und die Ära Max Bill", Marburg 1989, wurde der Hocker auch nach Schließung der Hochschule für Gestaltung 1968 von P. Hildinger bis zu seinem Tod hergestellt. Der Hocker wurde später u.a. ab 1979 bei Zanotta s. p. a., Mailand (hier Verwendung von Birkenholz), Wohnbedarf, Zürich und Vitra, Weil am Rhein produziert.

Literatur

Thomas Buchsteiner u. a. (Hrsg.), Max Bill, Maler, Bildhauer, Architekt, Designer, Ostfildern-Ruit 2005, S. 116; Bernd Polster, Möbeldesign Deutschland, Die Klassiker, Köln 2005, S.90; Charlotte und Peter Fiell, 1000 Chairs, Köln 2000, S.328; Ausstellungskatalog Interieur und Design in Deutschland 1945-1960, Kunstgewerbemuseum Berlin 1993, S. 67, Nr. 33.