Jugendstil - Art Déco
Kapitel: Unedle Metalle
| 73 , 19.04.2012 |
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Hugo Leven |
| Urdenbach 1874 - 1956 Bad Soden-Salmünster |
Paar Kerzenleuchter, um 1904 |
| Sog. 'Fledermausleuchter'. Dreiarmig; dreipassig ausgeformter Stand, sechskantiger Schaft, die ausgebreiteten Schwingen der aufsitzenden Fledermäuse als auswärts geschwungene Arme, dreipassige Tropfschalen mit aufmontierten Tüllen, Tülleneinsätze. Ausführung: J.P. Kayser Sohn, Krefeld. Zinn, mit gratigen Linien- u. stilisiertem Blattdekor reliefiert gegossen, poliert. Unter dem Stand bez.: KAYSERZINN 4506 (ovale Reliefmarke). H. 31 cm. |
€ 4.800,00
$ 6,800.00 |
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Der Bildhauer, Kunstgewerbler und Designer Hugo Leven besuchte die Kunstgewerbeschule und Kunstakademie in Düsseldorf und arbeitete schon während der Ausbildung im kunstgewerblichen Atelier seines Vaters Christian Louis Leven. Bereits 1896 als erster Künstler von J. P. Kayser Sohn-Leuconide Metall-Waren-Fabrik & Handlung, Krefeld-Bockum und Köln, in das Atelier nach Köln gerufen, beeinflusste er dort maßgeblich die künstlerische Gestaltung der Zinnproduktion. Mit seinen Entwürfen holte er für die Kayserzinn-Produktion die erste Goldmedaille 1900 bei der Weltausstellung in Paris. Ab 1904 war er künstlerischer Leiter des Entwurfsbüros der Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld, Bremen und war daneben als freier Bildhauer von Tierbronzen tätig. 1910 wurde er Direktor und Professor der Zeichenakademie, Fachschule für Edelmetallindustrie Hanau. Entwürfe schuf er auch für die Steingutfabriken Franz Anton Mehlem, Bonn, Villeroy & Boch, Mettlach und die WMF, Geislingen.
Kat. Metallkunst der Moderne, Bestandskataloge des Bröhan-Museums Berlin Nr. VI, Berlin 2001, S. 203, Nr. 187 mit Abb.